"Abhalten"" oder "abhebe" bedeutet, das Baby in einer bequemen Position in ein Töpchen oder ins Wc ausscheiden zu lassen. Im englischsprachigen Raum spricht man von "Elimination Communication" oder "Pottying".
Dein Baby gibt dir bereits ab der Geburt Zeichen, wenn es ausscheiden muss. Reagierst du darauf, indem du das Baby über ein Töpfchen abhältst, unterstützt du es dabei, die von der Natur gegeben Sensibilität für seine Ausscheidungen zu bewahren.
Beim Abhalten geht es weder um windelfrei noch um ein Töpfchentraining ab Geburt. Es geht ganz einfach darum, neben Hunger und Schlaf ein weiteres wichtiges Bedürfnis deines Kindes wahr und ernst zu nehmen. Dadurch stärkst du die Bindung und Kommunikation zu deinem Kind.
Während meiner ersten Schwangerschaft habe ich mich mit Babybettchen, Maxicosi und Wickeltisch beschäftigt und einen grossen Vorrat an Wegwerfwindeln zugelegt.
Vom Abhalten hatte ich zwar schon mal gehört, aber als meine erste Tochter dann da war, hielt ich sie trotzdem nie ab. Wieso? Weil ich zu wenig darüber wusste: Ich dachte, es sei mega kompliziert und vor allem fehlten mir die Vorbilder. Ich kannte niemanden, der sein Baby abhielt und im Alltag sah ich es ebenfalls nirgendwo.
In meiner zweiten Schwangerschaft stiess ich wieder auf das Thema Abhalten und setzte mich dieses Mal intensiv damit auseinander. Ich sprach mit den wenigen Freundinnen, die damit Erfahrung hatten, studierte die dazu vorhandene Literatur und verschiedene Stoffwindelsysteme.
Nach der Geburt meiner zweiten Tochter war ich ready. Bereits wenige Tage nach ihrer Geburt habe ich sie ab und zu abgehalten. Es war für mich und meine Tochter der Anfang einer spannenden und wundervollen Reise. Nach und nach wurde unsere Kommunikation immer besser und das Töpfchen gehört seither zu unserem Alltag. Immer noch staune ich über ihre Fähigkeit, ihre Ausscheidungen zu kontrollieren und erfreue mich darüber, dass ich sie dabei unterstützen kann. Auf diesem Weg habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema und den Herausforderungen im Alltag auseinandergesetzt und bin vor allem auch daran gewachsen. Als Hypnosetherapeutin habe ich dabei immer wieder gemerkt, dass entspanntes Abhalten nur dann möglich ist, wenn auch ich als Elternteil mit dem richtigen Mindset dabei bin.
Wann mit Abhalten anfangen? Während der ersten drei Lebensmonate deines Babys gelingt der Einstieg ins Abhalten oft einfacher, weil Babys in dieser Phase noch klarer signalisieren. Toll ist es daher, wenn du dich bereits in der Schwangerschaft damit auseinandersetzt. Wichtig fürs Abhalten ist vor allem, dass du entspannt bist und Lust und Neugierde verspürst. Ist das der Fall, ist es für dich und dein Baby der ideale Zeitpunkt, um mit dem Abhalten zu starten. Und das ist auch dann noch möglich, wenn dein Baby schon einige Monate alt ist.
Ist abhalten nicht stressig? Wenn wir glauben, dass unser Baby jedes Bisi ins Töpfchen machen müsse, dann ja. Dieser Anspruch sollst du aber gar nicht haben, denn das ist nahezu unmöglich. Bereits wenn du dein Baby zwei Mal pro Tag abhältst, stärkst du damit seine Körperwahrnehmung. Dein Baby kann also auch Windeln tragen, ob Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln entscheidest du. Ganz, wie es zu euch und eurer Situation passt.
Es ist mir deshalb ein Herzensanliegen, dass wir mit unseren Babys diesen natürlichen und wundervollen Weg wiederentdecken und Vorbilder füreinander schaffen. Weil ich mir damals jemanden an meiner Seite gewünscht hätte, der mich über dieses Thema informiert und mir bei Fragen beigestanden hätte, biete ich dir das heute an.
Wenn du mit deinem Baby auch diesen Weg gehen möchtest, unterstütze ich dich dabei gerne mit meinem Knowhow, individuell und auf deine Situation angepasst. Mit wenigen Tipps und Tricks zeige ich dir, wie du das Abhalten leicht in deinen Alltag integrieren kannst, so dass es für dich, weitere Bezugspersonen und dein Baby Freude macht. Gerne zeige ich dir auch die verschiedenen Stoffwindelsysteme und berate dich dazu.
Egal, ob dein Baby noch im Bauch ist, gerade das Licht der Welt erblickt hat oder bereits einige Wochen oder Monate alt ist – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. Melde dich gerne unverbindlich bei mir!
Möchtest du Unterstützung und Tipps für deinen ganz persönlichen Alltag? Gerne kann ich dich auch in deinem Umfeld besuchen.
Kennst du weitere interessierte Personen, die mehr übers Abhalten erfahren möchten? In Kleingruppen von 4–5 Personen können wir uns persönlich oder via Zoom austauschen. Gerne kann ich euch auch verschiedene Produkte zeigen, die meinen Alltag erleichtern.